Microsoft präsentiert Scorpio-Details
Die Specs wurden enthüllt und zeigen, was Microsofts neues Zugpferd alles kann.
Microsoft hat den Kollegen von Digital Foundry einen frühen Prototypen der Xbox Scorpio zur Verfügung gestellt, um von ihnen eine Reihe von technischen Tests durchführen zu lassen. In einigen Videos zeigen die nun, was Microsofts neue Kraftmaschine alles kann, dabei wird es schnell sehr technisch.
Die technischen Spezifikationen sehen wie folgt aus: Ein nur ungefähr 360mm² großer Prozessorknoten hat 16 FinFET-Chips mit sieben Millionen Transistoren (hergestellt von TSMC). Die Scorpio benutzt eine erweiterte Version des Jaguar-CPU-Kerns, der schon in der Xbox One vorkam, doch im Gegensatz zur One gibt es auf der Scorpio zwei Quad Core-Cluster mit 4MB / L2-Caches. Diese eigens erstellten x86-Prozessoren haben eine größere Taktfrequenz von 2.3GHz (im Vergleich bedeutet das 31 Prozent mehr Leistung für die Scorpio). Laut Digital Foundry habe Microsoft damit erreichen wollen, dass die Kohärenz zwischen CPU und GPU verstärkt werde, während die Latenz zurückgehe.


Microsoft ist es zudem gelungen, die Hardware-Implementierung von DirectX 12 zu gewährleisten, die nun direkt in den Kommando-Prozessor, der für die GPU zuständig ist, integriert wurde. Das bedeutet, dass sämtliche ungefilterten Instruktionen signifikant in ihrer Anzahl reduziert werden, was (zumindest behauptet das Microsoft) zu einem Leistungsersparnis von 50 Prozent bei Spielen mit DirectX 12-Unterstützung führe. {Forza Horizon 2} etwa beansprucht mit 4K-Texturen, der maximalen Anzahl an Wagen und einigen weiteren Einstellungen nur 70 Prozent der Power der Scorpio.
Beim APB (Audio Processing Block) hat sich im Vergleich zur Xbox One nichts getan, dafür wurde das Audio-Rendering, das oftmals sehr speicherlastig ausfällt, angepasst. Räumlicher Klang mit Dolby Surround für Kopfhörer wird nun unterstützt. Mithilfe eines Upgrades werden zudem alle Xbox One-Modelle in der Lage sein, 7.1-Sound wiederzugeben. In Sachen GPU hat Microsoft geliefert, was sie uns auf der E3 im letzten Jahr versprochen haben: Sechs Teraflops. Runtergebrochen also 40 Speicher-Einheiten mit einer Takt-Frequenz von 1172MHz. Die Xbox One bietet im Gegensatz zwölf Einheiten, die Playstation 4 "nur" 36. Der GPU-Speicher läuft sogar deutlich schneller als die der One und PS4 Pro. Die Scorpio hat laut Digital Foundry einen rechnerischen Vorteil von 43 Prozent auf die Rechenleistung im Vergleich zur One.
Im Arbeitsspeicher hat sich ebenfalls eine Menge getan: Es gibt zwölf 6,8GHz-GDDR5-Module (384-bit Memory-Bus), die eine maximale Übertragungsrate von 326 GB/s schaffen. 8GB der 12GB-GDDR5 werden den Spielen zur Verfügung stehen, auf der normalen Xbox One waren das nur 5 GB. Allerdings ist auch der Systemspeicher umfangreicher geworden und beansprucht nun 4 Gigabyte, um es der Scorpio etwa zu ermöglichen, das Dashboard in nativem 4K darzustellen. Also: Was wollt ihr noch wissen und seid ihr beeindruckt?

