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Angespielt: PS4 Dualshock 4 Controller

Mit dem Dualshock 4 Controller will Sony einen neuen Standard definieren. Wir haben das schicke Teil schon einmal angespielt.

Zunächst fühlt sich der PS4-Controller genauso an wie vorher. Auf der Vorderseite sieht auch alles identisch aus, er hat die gleiche matte Oberfläche wie bei früheren Versionen, aber die Rückseite ist neu und erstreckt sich über die gesamte Länge des Controllers. Sie fühlt sich deutlich besser an als früher, bietet einen sicheren Griff und dürfte bei längeren Sessions viel komfortabler sein.

Je länger ich spiele, auf der E3 sind es "nur" {Driveclub} und {Knack}, umso mehr allerdings bin ich verunsichert in meiner Einschätzung, ohne zu wissen warum. Nach einer schnellen Runde {The Last of Us} mit dem alten Controller ist der direkte Vergleich möglich und ich erkenne, dass die Probleme durch eine Kombination von drei Faktoren verursacht sind.

Das PS4-Pad ist nun insgesamt etwas voluminöser, so dass die Finger nicht mehr wie lange Jahre antrainiert alles ganz leicht sofort erreichen. Die Enden des Controllers verjüngen sich nicht mehr an ihren Enden, so dass der Dualshock 4 nicht mehr so komfortabel in der Handfläche liegt. Gepaart mit einer kleinen Verschiebung der Positionen der Analgosticks, bedeutet es, dass die Daumen nun nicht mehr mittig in einer geraden Linie ausgerichtet sind, sondern leicht angewinkelt nach oben zeigen wie bei einem gleichschenkligen Dreieck.

Es ist offensichtlich, dass ich nicht zufrieden bin, weil ich den neuen Controller so halten will wie den alten. Das ist aber ein Problem, was sich mit der Zeit geben wird. Die analogen Dualsticks hingegen sind nun deutlich besser konfiguriert. Ihre Oberfläche gibt uns nun spürbar mehr Grip an den Daumen, während die etwas geringere konvexe Erhöhung einem das Gefühl gibt, etwas Solides unter den Fingern zu haben.

Die Select- und Start-Tasten sind von gummierten Rechtecken zu vertikalen Kunststoffstreifen neben dem neu gebauten Digital-Pad geworden. Der allmächtige Hadoken-Viertelkreis-Test liefert hier gutes Feedback, wenn auch das alles etwas mehr Klick haben könnte. Die vier Buttons auf der rechten Seite fühlen sich quasi identisch an, lediglich die Icons sind nun etwas größer. Neu sind der Share-Button für sofortiges Teilen von Gameplay in Sozialnetzwerken sowie der Optionen-Knopf, über den nun alle Einstellungen mit wenigen Klicks erreichbar sind.

Die PS-Taste ist jetzt nach unten gerutscht, sonst aber identisch in Funktion und Feeling. In der Mitte des Controllers sitzt nun das neue Mikrofon und vor allem dieses Touchpad-Rechteck. Das hatte in keiner der Demos eine Funktion, unterstützt aber einen Softclick und ist leicht erhaben im Vergleich zur restlichen Controlleroberfläche. Der Mini-USB-Anschluss ist weiterhin vorhanden und das neue LED-Licht sieht sexy aus, muss aber seine Alltagstauglichkeit vor allem bei Tageslicht erst beweisen.

Die Schultertasten und Trigger sind beide ähnlich und reagieren gefühlt wie immer. Die Trigger haben lediglich etwas mehr Zug am Ende und sie sind etwas stärker dreieckig geformt. Gepaart mit der etwas bulligeren Form des Controllers führen diese Trigger im Geiste zu Fingerkrämpfen, wenn ich an die erste längere Shooter-Session denke.

Ähnlich wie bei der PS4 selbst wächst die Achtung vor dem neuen Design des Controllers erst allmählich, je mehr ich ihn studiere und erlebe. Es ist eine selbstbewusste Neuinterpretation eines japanischen Klassiker. Wir müssen nur unsere Hände an die runderneuerte Form anpassen. Immerhin gilt es, zehn Jahre Gewohnheiten nun sanft aber sich zu ändern.