Armored Core V
Armored Core V wagt einen Schritt nach vorn. Nach fünfzehn Jahren ist die Zeit reif für eine Revolution - vor allem ein ausgedehnter Onlinemodus verschafft der Serie eine ganz neue Tiefe.
Das Team hat sich diesmal viel Zeit gelassen und lange überlegt, womit man die Serie vorwärts bringt. Am Ende dieses Prozesses stand fest: Armored Core braucht einen Onlinemodus und mit diesem soll der Wandel kommen - aber ohne dabei die grundsätzliche Spielmechanik in Frage zu stellen. Heraus kam ein teambasierter Multiplayer, der dem bekannten Prinzip eine ordentliche Portion Taktik spendiert. Bis zu fünf Spieler agieren jetzt gemeinsam im Kampf - vier auf dem Schlachtfeld und einer als Operator, bei dem alle Fäden zusammenlaufen.
Der Operator ist nicht zwingend notwendig. Auch ohne seine Hilfe sind die Missionen zu bewältigen. Allerdings ist er eine große Hilfe und von seiner Stärke hängt am Ende auch die Stärke des gesamten Teams ab. Aus seiner Perspektive wirkt {Armored Core V} wie ein Echtzeitstrategiespiel. Ganz bewusst aber will From Software ihn nicht als eine Art allwissenden Spion verstanden wissen. Er ist ein moderner Feldherr, der Einblick in die Karte sowie Art und Bewegungen der Gegner hat. Über einen Voice-Chat erteilt er seinen Mitspielern Befehle und weist ihnen Ziele zu. Was die Mitspieler mit ihren Mechs dann daraus machen, ist allerdings ihre eigene Sache.
In der gespielten Karte etwa zogen nicht alle mit, sondern handelten lieber auf eigene Faust. Die neuen Mechs sind übrigens auch etwas kleiner und besser geeignet, um sich hinter Gebäuden zu verstecken. Im Kampf zielen wir auf den Gegner und sobald er ungefähr erfasst ist, zielt der Mech automatisch. Diese praktische Hilfe in Form eines Kreises um feindliche Einheiten unterstützt in den actionreichen Gefechten und bekämpft das Problem, dass an der Konsole das Zielen etwas schwieriger ist.

Das Spiel wird durch neue Kartenstrukturen und den Einsatz eines Operators deutlich taktischer - online können bis zu fünf Spieler im Team agieren.
{Armored Core V} wird durch die neue Online-Variante also taktischer und die Beschaffenheit des Schlachtfelds ist entscheidender. Natürlich ist es für jeden Einzelnen noch immer wichtig, schnell im Umgang mit dem Mech zu sein. Aber da die Karten zum großen Teil stadtähnliche Strukturen haben und ganz anders als bisher aussehen, ist die Strategie ein neuer, wesentlicher Bestandteil. Zudem soll es durch eine unterschiedliche Waffenwahl der Mechs auch zu verteilten Rollen innerhalb des Teams kommen, in dem jeder eine bestimmte Aufgabe hat. Das individuelle Modifizieren der Mechs ist auch wieder zentraler Bestandteil. Eigentlich klingt dies nach einem typischen westlichen Stil, der aber seine Wurzeln keinesfalls verrät.
Der große Clou ist, dass jeder Spieler Teil der Entwicklung von Karten und Missionen ist. Während wir im Spiel voranschreiten, bekommen wir unser eigenes Territorium, das wir anpassen und mit Verteidigungssystemen ausrüsten können. Es soll 17 verschiedene Arten geben und Ziel ist es, die ultimative Verteidigung aufzubauen. Gespielt wird dann entweder gegen andere Spieler auf ihren Karten oder gegen den Computer. Wenn wir nämlich selbst offline sind, verteidigt sich unser eigenes Territorium ganz von selbst. Das ähnelt ziemlich stark dem in den letzten Jahren sehr populär gewordenen Tower Defense-Prinzip und ist eine ziemlich clevere Idee. From Software verspricht sich davon unendlich viele Spielvarianten.
Es gibt unterschiedliche Missionsziele wie Invasion oder Erkundung. Diese können kurz angelegt und in fünf Minuten abgeschlossen sein oder aber deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen. Mit dabei ist übrigens auch wieder eine Offlinekampagne wie bisher, die mit einer eigenen Hintergrundgeschichte und den entsprechenden Zwischensequenzen ausgestattet ist.
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