Atari endgültig am Ende?
US-Tochter meldet Insolvenz an
Auch wenn es manchmal mal so scheint, die Geschichte von Atari ist noch nicht fertig erzählt. Das Unternehmen war in den Siebzigern und Achtzigern groß, aber brach mit der Videospielbranche Mitte der Achtziger Jahre zusammen und wechselte dann viele Jahre die Besitzer.
1998 übernahm Hasbro die Markenrechte von Atari und veröffentlichte unter dem Namen eigene Spiele. 2001 ging Hasbro Interactive mitsamt Atari Interactive und den Atari-Markenrechten an den französischen Konzern Infogrames über. Ab 2003 publizierte dieser seine Computerspiele über sein umbenanntes Tochterunternehmen Atari. Bald darauf ging es aber ebenfalls bergab.
Der europäische Arm von Atari wurde von Namco Bandai gekauft und es verblieben unter anderem noch die US-Tochter und das Mutterunternehmen in Europa. Atari in den USA meldet nun auch Insolvenz an, um sich nach eigenen Angaben von schwächelnden Mutterunternehmen zu lösen, darüber berichtet die the L.A. Times.
Bisher war es schwierig das Unternehmen zu verkaufen, weil die Firmenstruktur so kompliziert ist. Die US-Tochter konnte zwar in den letzten zwei Jahren mit Apps und ähnlichem Gewinne einfahren, aber die europäische Mutter machte weiterhin Verlust und auch Atari in den USA hatte zuvor viele Verluste. Was nun aus dem Unternehmen wird, bleibt also ungewiss. Vielleicht sollte endlich ein Schlussstrich unter das Kapitel gesetzt werden.
