Computerspiele-Museum zurück
Neue Dauerausstellung in Berlin
Das weltweit erste Computerspiele-Museum gibt es seit 1997 in Berlin und wird natürlich ständig erweitert. Ab dem Sommer gibt es eine neue Dauerausstellung mit dem Namen Computerspiele - Evolution eines Mediums, die sich mit der Kulturgeschichte der Spiele beschäftigt. Als Schirmherr fungiert der Vater der Heimvideospiele, der aus Deutschland stammende Ralph Baer.
Er ist Erfinder des ersten Videospiel-Patents der Geschichte. Zusammen mit anderen seiner Patente ging daraus 1972 mit der Odyssey die erste Heimvideospiel-Konsole hervor. Ralph H. Baer ist für insgesamt 49 Patente verantwortlich und noch heute als Erfinder aktiv. Für seine Leistungen im Rahmen der Erfindung der Heimvideospiele wurde er 2006 vom Amerikanischen Präsidenten mit der "National Medal of Technology" ausgezeichnet. Sie gilt als amerikanischer Nobelpreis für technologische Erfindungen.
Das Museum verfügt über Europas größte Sammlung an Entertainmentsoftware und Entertainmenthardware. Bis heute ist das Computerspiele Museum für 31 nationale und internationale Ausstellungsprojekte selbst oder als Kooperationspartner verantwortlich. Temporäre Ausstellungen des Museums wie die Wanderausstellung pong.mythos wurden zu Wallfahrtsorten einer neuen Mediengeneration und deren Familien. In den letzten vier Jahren haben über 470.000 Besucher die temporären Ausstellungen des Museums gesehen.

Ralph H. Baer (rechts) zu Besuch im Computerspiele Museum zusammen mit Direktor Andreas Lange. In der Mitte die Brown Box, der Prototyp der ersten Heimvideospielkonsole.