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Gameglobe

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Zugegeben, wir nehmen uns nicht oft die Zeit, uns wirklich intensiv mit einem Browserspiel zu beschäftigen. Doch bei Gameglobe ist das anders, denn diese Kooperation zwischen Bigpoint und Square Enix ist ein bisschen ambitionierter als das durchschnittliche Browserspiel.

Mit Sonys {Little Big Planet} wurde das Prinzip, in einem Videospiel selbst schöpferisch tätig zu werden und damit eigene Welten zu kreieren, das erste Mal so richtig populär. Das verdankte das Sackboy-Abenteuer vor allem seiner leichten Zugänglichkeit, der einfachen Handhabung und einem nur schwer zu widerstehenden Charme. Einige Jahre später versucht sich nun Hapti.co, eine zu Square Enix gehörende Entwicklerschmiede, in Kopenhagen an einer ähnlichen Revolution. Ihr Spiel ist ambitioniert und das großartige Potenzial dahinter ist kaum zu übersehen. Das dachte sich auch der deutsche Browsergame-Spezialist Bigpoint und setzte sich als Publisher mit ins Boot.

Im Kern ist {Gameglobe} ein Third-Person-Action-Adventure mit einem mächtigen Level-Editor - und zusätzlich all den Annehmlichkeiten eines Browserspiels. Dafür hat es eine erstaunlich gute Grafik und noch beeindruckender wird das Ganze, als wir feststellen, dass die gesamte sichtbare Welt im Level-Editor bearbeitet werden kann.

Mit einfach zu bedienenden Werkzeugen und Requisiten gestalten wir unsere Spielwelt nach eigenen Vorstellungen. Wir legen die Regeln für unser Spiel fest und platzieren Gegner, Schatztruhen, Lichtquellen, Startpunkte und viele weitere Elemente. Oft können diese Gegenstände sogar auf unterschiedliche Art und Weise genutzt werden. Die Entwickler präsentieren uns voller Begeisterung, wie ein Teilnehmer der geschlossenen Beta den Eiffelturm nachgebaut hat - und zwar komplett aus sich bewegenden Fahrstühlen. Haben wir uns einmal in die Materie eingearbeitet, lässt sich so ziemlich alles Vorstellbare erschaffen. Das erinnert zwangsläufig an {Minecraft}.

Im Kern ist {Gameglobe} ein Third-Person-Action-Adventure mit einem starken Level-Editor und zusätzlichen den Annehmlichkeiten eines Browserspiels.

Die verwendbaren Gegenstände gliedern sich in eine Unmenge unterschiedlicher Kategorien. Während des Anspielens sehen wir vorwiegend Baumaterialien und Gegnertypen aus dem Themenbereich Piraterie. Über das Geschäftsmodell des Spiels verliert der Entwickler während der Präsentation kein Wort. Doch da es sich um ein Free-to-Play-Spiel handelt, vermuten wir, dass Mikrotransaktionen ein große Rolle spielen werden. Vielleicht werden wir in der Lage sein, unseren Charakter weiter anzupassen. Außerdem scheint es eine Art Münzsystem zu geben für bestimmte Gegenstände und Materialien. Möglicherweise erhalten wir diese, wenn genügend Leute unsere Level spielen, gut finden oder wir kaufen sie uns einfach mit dem nötigen Kleingeld.

Rune Vendler, ein Industrie-Veteran, hat an zahllosen Projekten gearbeitet. Darunter dürfte das interessanteste sicher The Movie sein. Als Game Designer ist er für viele der Welten verantwortlich, die wir zu sehen bekommen. Dabei verwendete er exakt die Werkzeuge, die auch uns Spielern später zur Verfügung stehen werden.

"Das ist etwas, was wir bereits sehr früh entschieden hatten. Das hat die Sache aber nicht gerade leichter für uns gemacht", gibt Vendler offen zu. Während der Präsentation verwendet er immer wieder die Phrase "Eat your own dogfood", worüber gerade die PR-Manager nicht sonderlich begeistert sein dürften. Doch der Level-Editor riecht, schmeckt und sieht kein bisschen wie Hundefutter aus - im Gegenteil. Es ist der beeindruckendste Teil des Gesamtpaketes.

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Wir arbeiten uns durch eine Reihe unterschiedlicher Level und werden dabei sowohl zum Tester als auch zum Designer. Einige einfache Level erledigen wir in wenigen Minuten, an anderen und ambitionierteren Welten sitzen eine Stunde oder länger. Wie man sich denken kann, war dabei die Kameraposition nicht immer optimal und auch die Bedienung ist sehr einfach gehalten. Gerade hier vermissen wir das Gefühl, dass uns die solide Handhabung eines {Little Big Planet 2} vermittelt. Die vorhandene Steuerung mag für die umsichtig gestalteten Level der Entwickler funktionieren, aber es ist fast sicher, dass es eine ganze Reihe von selbst erstellten Leveln geben wird, die sich damit fürchterlich anfühlen werden.

Doch die wahre Stärke von {Gameglobe} bleibt, dass es ein Browserspiel ist. Natürlich ist es einfach, seine erstellten Level mit Freunden im Playstation Network zu teilen. Doch dafür müssen die auch eine Playstation 3 besitzen und zusätzlich das Spiel. {Minecraft} ermöglicht es uns zwar, bestimmte Dinge zu teilen oder sie auf Youtube hochzuladen, aber dennoch benötigen wir das Spiel und wir müssen wissen, wie wir an die einzelnen Inhalte gelangen.

Mit {Gameglobe} wird das Teilen von Inhalten so einfach wie das Teilen eines Links. Jede Kreation erhält eine eigene URL, die beispielsweise auf Facebook gepostet werden kann. Wer diesen Link anklickt, kann sofort spielen und muss sich dazu nicht einmal auf der Seite einloggen. Die ganze Spielerfahrung von {Gameglobe} ist genau auf dieses Konzept ausgelegt.

Leider ist die Kameraposition nicht immer optimal und auch die Bedienung ist sehr einfach gehalten. Da denken wir wehmütig an {Little Big Planet 2}.

Die aufgerufene Seite ist im selben Design wie eine ganz normale Webseite gehalten. Hier suchen wir unsere Spiele nach verschiedenen Kategorien von "Am meisten gespielt" über "Neu" bis hin zu "Am besten bewertet" aus. Hoffentlich wird diese Seite nicht von unnötigen Inhalten überschwemmt. Im besten Fall können wir die Auswahl nach persönlichen Vorlieben anpassen. Eine Zusatzfunktion, wie etwa die Welten besonders guter Level-Designer und Freunde abonnieren zu können, wäre ebenfalls vorteilhaft.

Es ist schwierig, sich zu diesem frühen Zeitpunkt schon ein Urteil über {Gameglobe} zu bilden. Wenn es dem Spiel gelingt, einen Bekanntheitsgrad wie {Minecraft} erreichen, wird es sicher massig Inhalte von den und für die Spieler geben - und zwar sowohl gute wie auch furchtbar schlechte. Dann muss die Community dafür sorgen, dass die guten Welten hervorgehoben werden. Die Leichtigkeit, mit der Spieler untereinander ihre eigenen Kreationen teilen können, ist ohne Zweifel das Ass im Ärmel von {Gameglobe}. Und es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass sich durch Facebook und Blogs der Titel wie ein Lauffeuer verbreiten wird.

Dieses Prinzip wird auch das Schlüsselelement von {Gameglobe} sein, da es derzeit nicht so aussieht, als würde noch ein Mehrspielermodus integriert werden. Gerade dieser aber hat Spielen wie {Minecraft} und {Little Big Planet} so erfolgreich gemacht.

Wer mehr über {Gameglobe} erfahren möchte, kann sich über die offizielle Webseite für die Beta anmelden, die kontinuierlich für immer mehr Spieler geöffnet wird.

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