Haunted Mansion
André hat einen Blick auf Disneys neuesten Versuch geworfen, dem Haunted Mansion-Fahrgeschäft neues filmisches Leben einzuhauchen...
Ein Priester, ein Physiker, ein Hellseher, ein Professor und eine Mutter und ihr Sohn sind in einem verwunschenen Herrenhaus in New Orleans gefangen, wo sie gemeinsam das Geheimnis des Ortes lüften müssen, bevor ein furchterregender Geist eine ihrer Seelen gefangen nimmt. Das ist die Handlung von Disneys neuer Geistergeschichte, die auf dem gleichnamigen Fahrgeschäft basiert und der neueste Versuch der Big Mouse sein wird, den Horror seit der Muppet-Version und dem Eddie-Murphy-Film von 2003 zu adaptieren. Für Leute, die mit dem Themenpark vertraut sind, mag dies als gemütlicher Fanservice funktionieren, aber für Leute, die keine Verbindung zu diesen Wiedergängern haben, wird dies meist ein unerträglich langweiliger Familienfilm sein.
Die größte Frage, die man sich stellt, nachdem man Haunted Mansion gesehen hat, ist: Warum war das überhaupt ein Kinostart? Haunted Mansion ist wie gemacht für den strömenden Sumpf und eignet sich viel besser als Hintergrundgeräusch im Wohnzimmer, weil es Familien in den großen Hallen langweilen wird. Weil es nie sehr lustig und nie sehr gruselig ist. Es ist eine Parade von CGI-vollgepackten Szenen, denen es an Fokus und Persönlichkeit mangelt, was von einem Film zu erwarten ist, der hauptsächlich als Werbung für die Fahrt dient. Allerdings hatte ich gehofft, dass Regisseur Justin Simien Owen Wilson, Rosario Dawson, Danny DeVito und Jared Leto mehr Leben einhauchen konnte als die Gäste selbst.

Der beste Charakter des Films ist erstaunlicherweise ein Geist, den wir kaum zu Gesicht bekommen. Die Hauptfigur wird von einem alten Seebären heimgesucht, der mehr als glücklich ist, Deadliest Catch zu sehen, und der einzige im Film ist, der eine Persönlichkeit hat, die sich im Gegensatz zu den meisten Darstellern des Films nicht angeheftet fühlt. Viele der emotionalen Fäden fühlen sich künstlich und flach an, wobei sich das Drehbuch unnötig ausufernd und ungeschickt strukturiert anfühlt. Der Film ist nur zwei Stunden und 15 Minuten lang, fühlt sich aber viel länger an, wenn die Langeweile nach etwa 40 Minuten einsetzt. Die Kinder gähnen bis zum Abspann, ebenso wie die Erwachsenen.
Haunted Mansion ist ein Film, der als Disney Plus-Unterhaltung sinnvoller ist als als Kinoerlebnis, weil man nicht viel für sein Geld bekommt. Die Geschichte ist so zahm und fade, dass selbst die sonst so charmanten Stars des Films mit dem Stoff nichts Sinnvolles anfangen können. Es gibt einfach keine Seele in diesen heimgesuchten Geistern und als filmische Fahrt möchte man einfach so schnell wie möglich aus dieser betäubenden Horrorkomödie herauskommen.
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