Nintendo mit Gewinnwarnung
Trotz vier Millionen verkaufter 3DS im Plan
Ganze vier Millionen Nintendo 3DS-Geräte will der japanische Videospiel-Riese noch im ersten Quartal absetzen. Doch trotz des optimistischen Ausblick läuft es aktuell bei Wii und Nintendo DS schleppender als erwartet. Im ersten Halbjahr, das von April bis September 2010 geht, sanken die Einnahmen dramatisch um rund 1,7 Milliarden Euro ab. Unterm Strich wird Nintendo zum Halbjahr erneut in die roten Zahlen rutschen. Statt ungefähr 615 Millionen Euro Nettogewinn sieht die neue Prognose rund 17,5 Millionen Euro Nettoverlust vor.
Erklärt wird das ganze mit dem ungünstigen Yen-Kurs und der Absatzschwäche von Nintendo DS und Wii. Beide Plattformen verkaufen sich zwar weiterhin oft besser als die Konkurrenz, von den Zahlen aus dem letzten Jahr ist man aber weit entfernt. Dementsprechend wurden nun die Prognosen für das Gesamtjahr angepasst. Bislang ging Nintendo von bis zu 30 Millionen verkauften NDS-Geräten zwischen April 2010 und Ende März 2011 aus, jetzt sind das nur noch 23,5 Millionen - und da sind vier Millionen 3DS-Geräte schon eingerechnet. Die Absatzprognose NDS-Software wurde von 150 Millionen auf 125 Millionen Stück reduziert.
Auch die Wii kämpft mit einer Absatzschwäche, wenngleich die überschaubar ist. Von ehemals 18 Millionen geplanten Verkäufen der Konsole, geht Nintendo nun von 17,5 Millionen aus. Bei Wii-Software ist der Sprung etwas größer. Die Prognose fällt von 165 Millionen Einheiten auf 135 Millionen. Ob Nintendo den sinkenden Verkäufen sowohl bei Nintendo DS als auch bei der Wii mit einer Preissenkung entgegen wirken möchte, haben sie aber nicht bekannt gegeben. Zumindest ist auch die Prognose für das Gesamtjahr eingetrübt. Nach dem Umsatzabsturz im letzten Jahr, kann Nintendo nicht einmal dieses Ergebnis halten und korrigiert runter auf rund 9,7 Milliarden Euro Umsatz, hofft aber auf rund 790 Millionen Euro Gewinn. Ursprünglich waren ungefähr 1,8 Milliarden Euro geplant.
