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Sicherheitsärger bei Xbox Live

Einzelne Accounts werden weiter geentert

Kotaku berichtet heute von einer Xbox Live-Benutzerin, die großen Ärger mit ihrem Xbox Live-Account hat, der offenbar von einer anderen Person unrechtmäßig übernommen worden ist. Das dahinter stehende Problem ist bekannt und Microsoft hat in der Vergangenheit mehrmals betont, dass Xbox Live nicht gehackt worden sei. Auch der Account des US-Xbox-Social-Media-Maskottchens Major Nelson ist im März 2010 schon fremdgesteuert worden.

Der aktuelle Fall ist folgendermaßen gelagert: Die Betrüger hatten - aus welchen Gründen auch immer: Social Engineering, Zufall oder eben doch einem Datenbank-Hack, was Microsoft aber bestreitet - Zugriff auf die Zugangsdaten eines Nutzers. Sie loggten sich dann ein, kauften ein Family Gold Pack für Xbox Live, mit dem es möglich ist, mit dem Account danach gekaufte Microsoft Points an andere, neu angelegte Accounts zu verschenken. Das passiert dann und diese neuen, mit Punkten vollgeladenen Accounts wurden offenbar auf Auktionsplattformen zu vergleichsweise niedrigen Preisen angeboten. Das ist so gesehen kein Hack, sondern eine Straftat. Die Frage ist und bleibt, wie die Betrüger an die Zugangsdaten kommen.

Bei dem auf Kotaku zitierten Fall hatte die US-Nutzerin noch das Pech, schlechten Support bekommen zu haben. Microsoft hatte es nach ihren Aussagen nicht geschafft, rechtzeitig den Account zu sperren, so dass sie rund 150 Dollar zusätzlich verlor, da die Points-Käufe über das mit ihrem Account verbundene Paypal-Konto abgewickelt wurden. Sie hat die Betrüger selbständig ein Stück zurückverfolgt, weil einer der Accounts offenbar auf einer polnischen Auktionsplattform verkauft wurde, wie ihr der Käufer per Xbox-Nachricht bestätigte.

Eine offizielle Stellungnahme von Microsoft steht noch aus, aber das Unternehmen hatte vergangenes Jahr bereits zu einem ähnlichen Fall im Kontext {FIFA 11} kommentiert, dass solche Betrugsfälle sich nicht vollständig vermeiden ließen. Im Regelfall werden die entstandenen Kosten von Microsoft dem User zurückerstattet.