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Sonos Playbar

Sonos Playbar

Bei dem Wort Soundbar höre ich eigentlich immer nur eines: sofort weg. Und dann erklang die Playbar von Sonos.

Bei dem Wort Soundbar höre ich eigentlich immer nur eines: sofort weg. Weder die teuren Teile von Yamaha noch die schicken von Samsung überzeugten mich beim wichtigsten Faktor: dem Klang. Sie sind einfach zu weit entfernt selbst von den Qualitäten eines durchschnittlichen Surround-Systems. Und ihr Stereo-Sound ist in den Regel eher so schrill und schräpelig wie der Gesang von Justin Bieber.

Und dann erklang die Playbar von Sonos.

Ganz ehrlich, ich wurde in wenigen Minuten überzeugt, dass das doch geht mit gutem Sound aus einem Balken, der die Maße eines klassischen Tetrapacks hat, nur dabei eben 90 Zentimeter breit ist. Die Sonos Playbar ist rein optisch nicht schmalspurig, aber auch nicht dominant. Sie ist schlicht gestaltet, fein abgerundet und aus hochwertigen Materialien gebaut. Man kann sie entweder an die Wand hängen oder einfach vor dem TV hinlegen. Dann schließt man nur drei Dinge an: ein optisches Audiokabel an den HDTV, Strom an die Steckdose und ein LAN-Kabel an den Wlan-Router. Danach noch eine kostenlose App aufs iPhone, iPad, Android-Handy oder Tablet ziehen, um die Playbar von dort aus fernzusteuern und einzurichten.

Die Playbar alleine zaubert mit ihren neun digital verstärkten Lautsprechern (sechs Mitteltöner und drei Hochtöner) ein vollmundiges Klangbild mit beeindruckender Dynamik und Balance.

Das Setup dauert zwei Minuten - und danach hat man am HDTV und aus allen via HDMI an ihm angeschlossenen Geräten unglaublich fett-dezenten HiFi-Sound am Start. Xbox 360, PS3, Wii U, Apple TV, Sky-Receiver - alles geht. Die eingebauten TV-Kindergartenboxen will man danach nie wieder hören. Nie wieder. Selbst die besten davon nicht. Das Hörerlebnis ist einfach vom ersten Eindruck her verdammt überzeugend.

Für Gamer, gerade jene mit begrenztem Platzangebot, ist das natürlich quasi eine Offenbarung. Die Playbar alleine zaubert mit ihren neun digital verstärkten Lautsprechern (sechs Mitteltöner und drei Hochtöner) ein vollmundiges Klangbild mit beeindruckender Dynamik und Balance. Der 3.0-Heimkinoklang überzeugt beim Zocken ohne Kompromisse. Selbst ohne den optional ins System integrierbaren 3.1-Bass (oben auf dem Bild) klingt die Playbar satt und tief. Man könnte mit zwei zusätzlichen Sonos-Satelliten auch auf ein 5.1-System hochrüsten. Der durch den internen Equalizer sauber berechnete Sound der Playbar ist solo raumfüllend genug in einem durchschnittlichen Wohnzimmer.

Außerdem sind ein paar Details spitze. Mit einem Knopfdruck in der App kann man einen Nacht-Modus aktivieren, der das Blu-ray-Problem löst, dass Explosionen gerne furchtbar laut sind, und man zwei Sekunden später die Dialoge kein bisschen mehr versteht. Außerdem kann die Playbar die eigene TV-Fernbedienung einbinden, um die Lautstärke zu regeln und stummzuschalten. Aber wer will den Sound schon stummschalten?

Die eingebauten TV-Kindergartenboxen will man danach nie wieder hören. Nie wieder.

Niemand, denn die Sonos Playbar liefert satten, kristallklaren Sound selbst für anspruchsvolle Ohren. Das erstaunliche dabei ist, dass neben dem simulierten Surround-Sound vor allen Dingen der normale Stereoklang überzeugt. Darum bindet man dankend seinen Spotify-Account ein, spielt fortan die iTunes-Bibliothek über die Playbar ab und kann theoretisch sogar den Plattenspieler einbinden, was allerdings in der Regel einen Vorverstärker und Zusatzgerätschaften von Sonos benötigt, die nochmals knapp 450 Euro kosten. Aber es geht.

Im Kern ist es am Ende so, dass die Sonoy Playbar einem für vergleichsweise schmale 699 Euro mit einer kompletten Surround-Anlage ebenbürtige Technik bietet. Sie verhiondert viele Meter Kabel und erfüllt das Zimmer fortan mit ihrem tollen Klang. Wer noch einmal 1300 Euro investiert, hat eine 5.1-Anlage - ganz ohne zusätzlichen Receiver. Aber das muss beim besten Willen nicht sein.

09 Gamereactor Deutschland
9 / 10
+
überzeugender Sound, schickes Design, simples Setup
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verhältnismäßig teuer