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Ubisoft: "Neue Konsolen überfällig"

Guillemot braucht "fünf Jahres Zyklus"

Die aktuelle Konsolengeneration geht nun schon fast in ihr achtes Jahr und bei all den Spekulationen um mögliche Nachfolger scheint die ganze Welt nur auf das Ende von Playstation 3 und Xbox 360 zu warten - und manche können es gar nicht mehr erwarten. Wenn es nach Yves Guillemot, Chef und Mitbegründer von Ubisoft geht, ist eine neue Konsolengeneration längst überfällig. "Was wir brauchen, ist eine neue Konsole alle fünf Jahre", erklärt er im Interview mit Gamasutra. Denn der lange Zyklus der jetzigen Generation würde die Entwickler auf dem Markt auf lange Sicht benachteiligen. "Ich verstehe, dass die Erzeuger nicht so oft neue Geräte herstellen wollen, weil es teuer ist. Aber es ist eben wichtig für die gesamte Industrie, dass wir neue Konsolen bekommen, weil es die Kreativität fördert."

Die scheint gerade in diesen Tagen Mangelware zu sein und Guillemot weiß auch, wieso das so ist. Das Risiko für neue Marken sei einfach zu groß - ganz im Gegensatz zu den Spiele-Entwicklungen zu Beginn einer Generation, denn da seien die Spieler sehr viel offener gegenüber neuen Produkten und Marken. Das ist aber eben am Ende einer Generation nicht mehr der Fall. Da verlassen sich viele auf Altbewährtes und gehen weniger Risiken ein. "Am Ende einer Konsolen-Generation wollen alle etwas Neues, aber die wenigsten kaufen etwas Neues. Sie wissen, ihre Freunde spielen {Call of Duty} und {Assassin's Creed}, also entscheiden sie sich dafür. Das Ende eines Zyklus ist also immer sehr schwer für Entwickler", sagt Guillemot.

Damit sinkt aber auch der Grad der Kreativität, denn auch die Entwickler gehen in dieser Zeit auf Nummer sicher. "Wenn du das Risiko nicht eingehen kannst, dass die Leute deine Produkte nicht kaufen, dann bist du auch nicht mehr innovativ. Und wenn du nicht mehr innovativ bist, fangen die Leute an, sich zu langweilen." Warum er dann trotzdem {Watch Dogs} produziert, ist in diesem Kontext etwas unklar.